Am 21.09. liefen wir dann in Cádiz ein. Unser Platz im Hafen lag direkt neben zwei deutschen Booten, die wir schon seit Tagen auf dem AIS immer ein paar Meilen vor uns gesehen hatten. Und wie es der Zufall wollte, hatte eine der Skipperinnen Geburtstag. Also saßen wir zu sechst an Bord, tranken, lachten, sprachen über Boote, Orcas und Träume. Ein unerwarteter Abend, aber perfekt im Erleben.
Andalusien stand ja wirklich dick und fett auf meiner Liste für dieses Jahr. Sonne, weiße Dörfer, Flamenco, und natürlich die Alhambra. Tja – was ich nicht bedacht hatte: Spontan ist in Andalusien eher so … gar nicht. Die großen Sehenswürdigkeiten sind teils Wochen oder sogar Monate im Voraus ausgebucht. Also: shit happens.
Wir haben das Beste draus gemacht und sind mit einen Mietwagen durchs Land gekurvt. Beeindruckende Bauwerke, weite Landschaften, eine Luft, die nach Geschichte und Sehnsucht schmeckt.
Für mich klar: Andalusien war sicher nicht das letzte Mal.
Ach ja – unser Mietwagen entpuppte sich als Van mit riesigem Kofferraum. Praktisch, wenn man mit Shopping-King Andreas unterwegs ist, der „nur mal kurz“ Solarpanels kaufen will. Unsere Energieversorgung ist jetzt auf jeden Fall aufgestockt. Außerdem bunkerten wir gleich noch ordentlich Vorräte – schließlich steht die längere Fahrt nach Madeira Anfang KW 40 bevor. Als erster Anlaufpunkt ist Porto Santo geplant.



Reisegedanken-To-Go:
Manchmal läuft nichts so, wie du es dir ausmalst – und trotzdem ist es genau richtig. Andalusien hat mich gelehrt, das Steuer locker zu halten und den Zufall mit an Bord zu nehmen.