Nun sind wir 3 Wochen in der Ostsee unterwegs gewesen und hatten alles dabei: Flaute, Sturm mit über 40 ktn, Regen aber auch Sonnenschein.

Es ging Richtung Kopenhagen mit einem Ausflug nach Roskilde zu dem dortigen Wikingermuseum. Das kann man für einen Tagesausflug nur empfehlen.
Ein paar Inseln mit ankern- einpaar Häfen mit teilweise kuriosen Szenen- wie zum Beispiel die zerfetzte Genua vom Nachbarn. Aber auch nette Leute mit denen man schön den Abend verbringen konnte.

Am 06. Juni 2025 starteten wir gegen 9:15 Uhr unsere Reise von Hooksiel aus. Das Wetter war bewölkt und windig – kein allzu freundlicher Auftakt, aber wir waren motiviert. Geplant war die Tagesetappe bis nach Brunsbüttel, doch wir kamen nur bis Cuxhaven. Grund dafür war eine gerissene Leine zum Einholen der Genua, die wir unterwegs reparieren mussten.
Die Überfahrt hatte es ohnehin in sich: Es war sehr stürmisch, mit starken Böen und hohem Wellengang. Ich (Sara) wurde seekrank und fühlte mich insgesamt ziemlich unwohl – ehrlich gesagt fragte ich mich mehr als einmal, worauf ich mich da bloß eingelassen hatte. Als wäre das nicht genug, schlug eine lose Leine gegen die Spreyhood und zerschlug dabei nicht nur ein Fenster, sondern auch die Navtex-Antenne.
In Cuxhaven angekommen, konnte Andreas die Leine zum Glück schnell reparieren. Danach gönnten wir uns ein Radler am Hafen. Das Wetter klarte etwas auf, und ein wunderschöner Regenbogen bildete den versöhnlichen Abschluss dieses turbulenten Tages.
Am nächsten Tag ging es planmäßig weiter in den Nord-Ostsee-Kanal (NOK). Nach einem kurzen Einkaufsbummel und Kaffee & Kuchen in Brunsbüttel fuhren wir weiter bis Dückerswisch – ein schöner, grüner Liegeplatz für die Nacht. Am Sonntag ging es entspannt weiter bis zum Flemmhuter See, ebenfalls ruhig und im Grünen gelegen.
Die Fahrt durch den NOK war insgesamt eher unspektakulär. Nur wenige Boote und Schiffe waren unterwegs. Wichtig zu wissen: Im Kanal darf nur unter Motor gefahren werden, und die Durchfahrt ist gebührenpflichtig.
Am 09.06. erreichten wir unser Ziel Bagenkop in Dänemark. Aufgrund schlechten Wetters blieben wir bis zum 12.06. dort – drei Tage zum Durchschnaufen. Die Stimmung am Steg war super: Wir hatten tolle Nachbarn, saßen abends lange zusammen, und eines Morgens gab es sogar frische Brötchen direkt ans Boot – eine liebe Überraschung!
Unsere weitere Route führte über Fehmarn (DE) nach Gedser, Klintholm, Falsterbo und schließlich nach Kopenhagen, mit weiteren Stopps in Helsingør, im Isefjord (wo wir ankerten), und auf der Insel Sejerø (Ankunft: Sonntag, 22.06.). Das Wetter blieb wechselhaft: mal Sonne, mal Wolken, aber stets recht windig.

In Kopenhagen lagen wir direkt im Stadtzentrum – perfekt, um das bunte Treiben der dänischen Hauptstadt zu erleben. Nur etwa 20 Minuten Fußweg entfernt war das Wahrzeichen Kopenhagens: die kleine Meerjungfrau. Außerdem machten wir einen Ausflug nach Roskilde, wo wir das Wikingerschiff-Museum besuchten – die Schiffe dort sind einfach beeindruckend!

In Helsingør hatten wir eigentlich vor, das beeindruckende Schloss zu besichtigen und dann mit der Fähre nach Schweden überzusetzen, um das Midsommer-Fest zu feiern. Doch – Überraschung – genau an diesem Wochenende fand der Ironman statt. Der Hafen war voll und der Ausweichhafen musst sehr frühzeitig geräumt werden, weil am nächsten Tag der Startschuss für den Wettkampf fiel. Ein bisschen schade, aber wir wollten uns die Laune nicht vom Trubel verderben lassen. Also haben wir kurzerhand unsere Route geändert und sind weitergesegelt.
